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Sonntag, 20. Mai 2012

Katholikentag: Viel Kritik von den Bischöfen


""Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Kritik am Katholikentag in Mannheim geübt. Beim Treffen seien so elementare Dinge wie die Katechese und die Beschäftigung mit der Ehe als Sakrament des Glaubens zu kurz gekommen. Dies erklärte der Limburger Bischof, der auch Vorsitzender der Unterkommission Katechese und Mission bei der Bischofskonferenz ist, gegenüber dem Kölner Domradio. "Als Familienbischof nenne ich hier besonders auch die Ehe und Familie. Die Ehe als Sakrament des Glaubens, als Zeichen für die Welt und die Familie, in der sich das realisiert. Da enttäuscht es mich etwas, auf dem Katholikentag erleben zu müssen, dass es eigentlich zu wenige Veranstaltungen gibt, die einmal ausdrücklich diesen Lebensentwurf herausheben, den wir als Kirche mit Ehe und Familie verbinden.""

"Veranstaltungen zur Pastoral mit homosexuellen Menschen" dagegen gibt es laut Erzbistum Freiburg en masse, und sie scheinen durchweg im Widerspruch zur katholischen Lehre zu stehen: 

http://www.seelsorgeamt-freiburg.de/html/werkstaetten_und_podien_beim_katholikentag_2012.html

Passend zum Eindringen der Gender-Ideologie in die Kirche geht es in der veröffentlichten Wahrnehmung bei diesem 98. Katholikentag trotz der subversiven Untergrundstimmung (Nightfever, Heilige Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, Aktion Leben etc.) erwartungsgemäß meist um die jahrzehntealten Hauptthemen, zum Beispiel hier. 

Neben Bischof Overbeck übte auch der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller schwere Kritik an der kirchenfeindlichen Politik selbsternannter Basisgruppe wie "Wir sind Kirche":
"Die Kirche dürfe nicht "gesellschaftskonform" sondern müsse "evangeliumskonform" sein. Durch Applaus oder Phonstärke dürfe außerdem kein Druck ausgeübt werden."

Samstag, 19. Mai 2012

Dialog beim Katholikentag: "Fehlersuche auf der Mannheimer Baustelle"

Dieser Artikel des Bistums Essen über den Auftakt des Katholikentages in Mannheim ist an sich nicht erwähnenswert, allein die Überschrift "Fehlersuche auf der Mannheimer Baustelle" spricht Bände. 
Hintergrund: Das Bistum Essen bot an seinem Stand ein Fehlersuchspiel mit einer Baustellenszene an und gab dabei als Preise Weingummi, Aufkleber, Kugelschreiber und einen Handy-Cleaner aus.
Interessanterweise wissen die Verantwortlichen des Essener Diözesanrats offenbar sehr genau, wie ein katholischer Priester auszusehen hat, und warum die vorgeschriebene Priesterkleidung ein derart starkes "äußerlich sichtbares Bekenntnis zu Jesus Christus" ist (Bischof Mixa). Diesen hohen Wiedererkennungswert zeigt nämlich die Darstellung eines Bauarbeiters mit Priesterkragen auf dem Fehlerbild.  

Bischof Overbeck: Kein Dialog über Abschaffung des Priestertums!

Zum Katholikentag erteilte Ruhrbischof Overbeck im Namen der Kirche den alten Forderungen nach dem Priestertum bzw. Diakonat von Frauen eine Absage. 
Er halte es für besser, sich "den Fragen und den Problemen [zu] widmen, die jetzt zu lösen sind", ohne diese jedoch zu benennen:

http://gloria.tv/?media=290252

Mittwoch, 16. Mai 2012

Dialog aus Duisburg: "Papst Benedikt XVI. ist der Papst meines Lebens"

"... und er ist ein Segen für uns."
Das sagt der erst 18 Jahre alte Nico Sucker aus Duisburg im Interview mit kath.net.
Er erzählt von seinem Glauben, vom Weltjugendtag und seinem Höhepunkt: "Jesus gegenwärtig im Allerheiligsten. Wir durften uns um Ihn versammeln und konnten inne halten". 
Mehr: 
http://kath.net/detail.php?id=36386

"Hassprediger" - Katholizismus in pluralistischer Gesellschaft nicht tragbar?

Vom tief verwurzelten Ressentiment gegenüber Katholiken, im Speziellen Bischof Overbeck, schreibt heute Josef Bordat auf seinem Blog:
http://networkedblogs.com/xIEGX
Kennt jemand die Initiative "Religionsfrei im Revier"?

Dialog in Essen: Nichts Neues im Westen

Der Einfachheit halber ein Link für alle Dialoginteressierten: 
http://www.zukunft-auf-katholisch.de/ 
Hier stellen die bischöflichen Dialogbeauftragten Material, eine knappe Kommentarmöglichkeit und Berichte der laufenden Dialogprojekte vor.
Im Detail halte ich nichts für erwähnenswert, was in diesem Blog noch nicht erwähnt wurde.

Mittwoch, 28. März 2012

Katholische Provokation mit Matthias Matussek: Jetzt wird es persönlich

Der Spiegel-Redakteur und Schriftsteller Matthias Matussek wird von den einen als pöbelnder Dunkelkatholik abgelehnt, von den anderen für seinen Mut gelobt in der Öffentlichkeit katholische Positionen zu vertreten.
Mit seinem Bestseller "Das katholische Abenteuer" hatte er sich voll und ganz auf die Linie von Papst Benedikt XVI. gestellt und sich für den Zölibat, gegen die Frauenordination, für mehr Frömmigkeit und eine Konzentration auf eine würdige und transzendente Liturgie ausgesprochen. 
In die aktuelle Dialog-Debatte innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands ging besonders sein vehementes Eintreten für die Abschaffung der Kirchensteuer ein, da er dadurch den katholischen Verbänden, den aufgeblähten Bistumsverwaltungen mit ihren subventionierten Unternehmungen und der großenteils antikatholischen Theologielehre an Schulen und Universitäten gleichsam mit einem empfindlichen Übel drohte: Schluss mit der kirchlichen Finanzierung von Häresie und Unglaube!

Auf kath.net schreibt Matussek nun am 27. März 2012 konkret, warum er etwa Theologieprofessoren und der KNA (Katholische Nachrichtenagentur, gehört mehrheitlich den deutschen Bischöfen) diese Gelder nicht mehr zukommen lassen möchte.


Der Chefredakteur der KNA konnte dies nicht auf sich sitzen lassen und publizierte nur einen Tag später eine Replik, ebenfalls auf kath.net:

http://kath.net/detail.php?id=35861 

Obwohl unter dem Titel "Niemand muss Theologie studiert haben, um zu glauben", will Ludwig Ring-Eifel die Laien widersprüchlicherweise wohl aus dem Dialog heraushalten, denn: 
"wer sich auf das Feld der theologischen Diskussion begibt, sollte mit Wissen gewappnet sein und nach den Regeln der wissenschaftlichen Debatte argumentieren." 

Er kritisiert gar Matusseks polemischen Stil und zeigt sich irritiert darüber, dass dieser aus einem "persönlichen" Schreiben unter den beiden öffentlich berichtet habe.
Es handelt sich hierbei um so wenig vertrauliche oder private Dinge wie die (auch nach journalistischen Kriterien) zweifelhafte Berichterstattung über Matusseks Person, zu welcher es laut KNA-Chef kam, obwohl bzw. weil der entsprechende Fachredakteur so "erfahren" sei. 

Interessant, dass die KNA sich dann doch in den Dialog begibt! Man muss offenbar nur laut genug brüllen.